Arbeitsmodelle für Mütter

Mamas, die nicht arbeiten gibt es nicht. Das merkt jeder, der auch nur eine Stunde für das Leben eines Babys verantwortlich ist. Und so sind moderne Working Moms, egal ob zu Hause, im Office, im OP oder im Flieger super effiziente Arbeitstiere. Wer denkt Mamas trinken den ganzen Tag in Cafés Latte Macchiato erkennt nicht, dass da in Wirklichkeit Meetings und Networking Events stattfinden. Ein wichtiges Thema dabei ist und bleibt jedoch die Suche nach den idealen Arbeitsmodellen für Mütter. Denn um die Stärke und Fähigkeiten dieser Humanressource Mom richtig einzusetzen, brauchen wir neue Jobprofile.

Wann wieder arbeiten als Mutter?

Eine Studie des IAB aus dem Jahr 2017 brachte zu Tage, dass 56 Prozent der befragten Frauen (darunter waren auch Nicht-Mamas) es gut findet, wenn Mütter erst nach drei Jahren Elternzeit wieder in den Job zurückkehren. Dann am Besten im Teilzeit. Wieder Vollzeit arbeiten sei laut Studie erst positiv bewertet, wenn das Kind sieben Jahre alt ist. Da unter den Befragten jedoch sowohl Mütter und Nicht-Mamas von 18-60 Jahren waren, zeige die Aufschlüsselung in unterschiedliche Altersgruppen, dass gerade junge Mütter gerne früher wieder ins Berufsleben zurückkehren möchten. Der Wiedereinstieg nach einer kurzen oder langen Elternzeit hängt jedoch weniger davon ab, wann sich Mama und Kind bereit fühlen, sondern meist von der Verfügbarkeit von Kinderbetreuung und passenden Jobangeboten, die eine Vereinbarkeit von Kind und Karriere unterstützen.

Wie wollen Mütter arbeiten?

Zeitliche Flexibilität, Home Office, Teilzeit und neue Arbeitsmodelle, die Freizeit und Vereinbarkeit von Job und Familie möglich machen, sind für viele glückliche Working Moms Schlüsselkriterien ihrer Berufstätigkeit. Denn die Frage danach, wie Du arbeiten möchtest, spielt für Dich als Mutter eine wichtige Rolle. Manchmal sogar so entscheidend, dass viele Working Moms davon die Berufswahl abhängig machen und sich schon während der Elternzeit beruflich umorientieren. So zeigen auch die Mama Meeting Insta-Umfragen regelmäßig, dass moderne Working Moms vor allem selbstbestimmt und zeitlich flexibel arbeiten möchten. Kein Wunder, denn schon in der Elternzeit merken sie, dass Mama sein ein herausfordernder Job ist, der sich nicht in nine-to-five-Stechuhr-Arbeitszeiten packen lässt und ein enormes Maß an Verantwortung bringt.

Lieber nicht arbeiten nach der Elternzeit?

Ein Nicht-Arbeiten nach dem Kinderkriegen gibt es gar nicht. Wer für das Leben eines Babys zuständig ist, macht einen der wohl krassesten und wichtigsten Jobs der Welt. Dass das ohne Arbeit geht, ist eine komplette Lüge. Jede Mom ist eine Working Mom. Doch durchaus macht vielen jungen Mütter das Kinderkriegen bewusst, dass ihnen und der Welt das Abrocken von Überstunden und das Hetzen nach Deadlines wenig bringt. Mamas sind Super-Effizienz-Monster. Mit der Verantwortung als Mutter trainierst Du schnelle, effektive Entscheidungen zu treffen. Wer sich vorher schwer damit Tat A gegen B abzuwägen, sieht nun im Superspeed langfristige und kurzfristige Konsequenzen unterschiedlicher Verhaltensweisen im Mama-Super-Brain durchschwirren.

Welcher Job lässt sich am besten mit dem Muttersein vereinbaren?

Am liebsten möchten Mütter darum auch in ihrem Job Verantwortung tragen und mitentscheiden wie, wann und von wo sie ihre Fähigkeiten und Talente am Besten einsetzen. Beliebt sind unter Müttern darum vor allem Berufe mit flexiblen Teilzeitstellen und Home Office. Das liegt nicht nur daran, dass die Vollzeit-Kinderbetreuung fehlt. Bei einer Umfrage des Eltern-Magazins gaben über 60 Prozent der befragten Mamas an, sie wollten nicht Vollzeit arbeiten, sondern lieber mehr Zeit für ihr Kind haben. Die Präferenz einer reduzierten Arbeitszeit ist nicht verwunderlich, für jemanden, der weiß, wie sie richtig viel in richtig knapper Zeit schafft. Eine feste Branche, in der diese Mama-Stärken am Besten oder Häufigsten zum Einsatz kommen, gibt es allerdings nicht. Moderne Working Moms gehören allen Berufsgruppen und Branchen an. Merken sie jedoch, dass sich die aktuelle Stelle nicht mit den eigenen Vorstellungen der Work-Life-Balance verbinden lassen, sind sie affin dafür den Job zu wechseln.

Jobwechseln in oder nach der Elternzeit?

Der Zeitpunkt für Deinen Jobwechsel ist egal. Wenn Du merkst, dass Du in Deinem bisherigen Job als Mama nicht glücklich wirst, ist das der erste Schritt zum Jobwechsel. Der zweite besteht darin herauszufinden, was Du willst. Das heißt nicht nur, welchen Beruf Du ausüben möchtest, sondern welche Anforderungen Du an Deinen Berufsalltag richtest. Wie viel Zeit möchtest Du arbeiten? Von wo möchtest Du arbeiten? Lieber im Team oder allein? Für welche Tätigkeiten lassen sich Deine Fähigkeiten und Erfahrungen nutzen? Eine Freundin, eine Auch-Mama oder aber auch ein professionelles Coaching, gibt’s auch digital, kann Dir helfen Dich in diesem Prozess zu begleiten, wenn Dir allein beim Beantworten der Fragen schwindelig wird.

Nach der Elternzeit in die Selbstständigkeit?

Wer seinen Traumjob auf dem Markt nicht findet, muss ihn selbst erschaffen. Angesichts fehlender Wertschätzung, niedriger Teilzeitgehälter, aber auch einfach der fehlenden Existenz richtig guter Stellen für Mütter, wechseln viele junge Working Moms in die Selbstständigkeit. Das ist großartig. Für die Wirtschaft, denn bisher sind nur ein drittel aller Gründer weiblich, und für die Mamas selbst. Denn die Skills die man als Selbstständige braucht, trainieren Mütter ab dem Moment, ab dem das Kind da ist. Zu klären sind dann nur: Möchtest Du als Freelancer eine Dienstleistung anbieten, die Du gut kannst oder konkrete Produkte herstellen? Zum selbst erstellen Jobprofil empfiehlt es sich dann jedoch auch, die oben gemachte Liste nochmal durchzugehen. Kannst Du selbstständig im Home Office arbeiten, in Teilzeit, kannst Du flexibel Deine Arbeitszeit reduzieren und erhöhen, passen Deine Kompetenzen zu dem, was Du vor hast? Ist die Antwort ja? Supi! Dann herzlichen Glückwunsch und los geht’s!

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