Elternzeit nutzen

Der Begriff Elternzeit suggeriert vielen angehenden Eltern, dass sie zusätzlich zum Baby das wertvollste Gut unserer Generation bekämen: Zeit. Forscher der Harvard University haben herausgefunden, dass Menschen dann am glücklichsten mit ihrem Geld sind, wenn sie sich davon Zeit kaufen. Und als Mama bekommst Du sie einfach so dazu, im Package mit dem süßesten Kind ever. Was ein Deal! Wirklich? Naja, schon irgendwie und auch wieder total gar nicht. Denn auch wenn Babys viel schlafen, schlafen sie völlig unberechenbar und am liebsten fordern sie jede Sekunde Deiner Aufmerksamkeit ein. Kein Wunder, als Most important Person im Raum, bist Du für dieses neue Leben unverzichtbar. Heißt das aber, dass Du nun auf alle Deine Elternzeitpläne verzichten musst? 

Wie kriegt man mehr Zeit aus der Elternzeit?

Eine gute Planung und flexible Haltung sind der Schlüssel zur idealen Nutzung der Elternzeit. Deine persönliche Elternzeit kann zwischen 8 Wochen und drei Jahren liegen. Bis zu 14 Monate kannst Du einen guten Anteil Deines vorherigen Gehalts beziehen, ohne auch nur einen Fuß ins Büro zu setzen. Die ideale Chance sich mit einem finanziellen Puffer und einem beruflichen Auffangnetz in neue Abenteuer zu stürzen, denken gerade Schwangere und erstellen schon vor der Geburt Pläne für die Elternzeit. Doch kaum ist das Baby auf der Welt ändert sich der Alltag so radikal, dass Wünsche und Pläne für die Elternzeit auf die lange Bank geschoben werden. Darum ist es wichtig erst einmal ein Verständnis dafür zu bekommen, wie viel freie Zeit in der Elternzeit tatsächlich zur Verfügung steht, um sich anderen Dingen als dem Kind zu widmen.

Wann für die Elternzeit planen?

Am Besten plant man darum lebensverändernde Maßnahmen nicht vor der Geburt das Babys, sondern danach. Gib Dir Zeit im Mamasein anzukommen und die neuen Herausforderungen als Mama zu meistern. Du musst nicht drei Tage nach der Geburt schon wieder in Deine alten Klamotten passen, im Vorstellungsgespräch für einen neuen Job oder dem Training für eine berufliche Umorientierung sitzen. Du hast wirklich Zeit. Nimm Dir davon so viel, wie Du brauchst. Und wenn Du merkst: „Ich würde gerne dies und jenes an meinem Leben ändern, bevor ich wieder ins Berufsleben zurückkehre!“, DANN fang an zu planen.

Wie für den Wiedereinstieg nach der Elternzeit vorbereiten?

Nicht sofort gigantische Pläne machen, sondern erstmal eine Ist-Analyse, das ist der Schlüssel zu einem guten Plan für die Elternzeit. Was hat Dir an Deinem Berufsleben bisher gut gefallen? Woran hattest Du vor der Elternzeit Spaß im Job? Welche Erfolge hast Du zu verzeichnen? Und wie ist Dein Leben in der Elternzeit? Überlege genau, wie die alten Anforderungen an Dein Leben mit Deiner neuen Situation als Mama zusammen passen, wo es Konflikte geben könnte und auf was Du ganz bewusst in Zukunft verzichten möchtest, im Berufsleben als Working Mom. Wenn Du in der Elternzeit nichts weiter schaffst, als die Antworten auf diese Fragen zu finden, hast Du die Elternzeit schon sinnvoll genutzt und bist vorbereitet auf den Wiedereinstieg nach der Elternzeit.

In der Elternzeit beruflich neu orientieren?

Oft zeigt sich beim Abgleich von Wunsch und Wirklichkeit für den Wiedereinstieg nach der Elternzeit, dass sich die alte Karriere nicht mit dem neuen Lebensmodell als Mama vereinbaren lässt. Gerade die Länge der möglichen Elternzeit lässt viel Raum für Weiterbildungen in der Elternzeit, Bewerbungen auf neue Stellen aus der Elternzeit heraus oder dein Einstieg in die Selbstständigkeit nach Ablauf der Elternzeit. Schritt zwei nach der Analyse ist darum die Recherche nach Angebote, die dich in andere Berufswelten und Arbeitsmodelle blicken lassen. Such Dir Weiterbildungen, die Du mit Kind besuchen kannst, komm zu unseren Mama Meetings und anderen Networking Events und sprich mit Müttern, die genau das machen, wo Du hin möchtest.

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